Nach dem IS-Terror: Wie Benni Splitt mit Ultimate Frisbee Menschen zusammenbringt

Shownotes

Benjamin Splitt lebt im Nordirak und baut dort ein außergewöhnliches Friedensprojekt auf. Mit Ultimate Frisbee bringt er Jugendliche aus verschiedenen Volksgruppen und Religionen zusammen. Im Podcast erzählt er von bewegenden Begegnungen in Flüchtlingscamps, von Hoffnung nach dem IS-Terror und davon, warum ein Sport ohne Schiedsrichter Menschen versöhnen kann.

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00:00:00: Und dann kam dieser eine Junge und reichte mir seinen Ausweis, und dann halte ich auf einmal inne.

00:00:05: Dritter August!

00:00:07: Zwei Tausend Vierzehn bist du geboren?

00:00:09: Das ist doch der Tag an dem, der erst eure Region überfallen hat.

00:00:13: Der ist nachts scheinlich so um drei Uhr zur Welt gekommen.

00:00:17: Um fünf Uhr stand er erst vor unserem Dorf... ...und dann ist die Mutter mit ihm, mit dem Neugeborenen im Arm, die Berge hoch gerannt.

00:00:25: Dieser Junge, der ist jetzt seit knapp zwölf Jahren in einem Camp aufgewachsen.

00:00:30: Der kennt nichts anderes als dieses Camp.

00:00:31: und jetzt darf ich mit ihm Frisbee spielen, darf ihn diesen Sportball bringen und hoffentlich ganz viele gute Dinge ist auch irgendwo eine schöne Geschichte für mich.

00:00:46: Benni Splitt ist heute bei mir zu Gast.

00:00:47: Er spielt FrisBee für den Frieden und das mitten im IS-Tower, im Nordirak macht er Sport mit Menschen die eigentlich miteinander verfeindet sind.

00:00:57: Muslime Kurden Jesiden Christen sie alle sind verbunden in einem einzigartigen Friedensprojekt.

00:01:04: und damit herzlich willkommen zur Hoffnungsmensch dem Podcast mit Menschen, die mit dem Himmel im Herzen die Welt verändern.

00:01:10: Benni schön dass du da bist!

00:01:11: Vielen Dank dass ich hier sein darf.

00:01:12: Hast

00:01:12: Du die Welt eigentlich schon verändert?

00:01:13: Im Nordirack?

00:01:16: Ich hoffe, ein ganz wenig.

00:01:18: Ja ich hoffe schon natürlich nur ganz bedingt aber ich denke schon dass wir mit unserer Arbeit einen großen Unterschied machen.

00:01:23: dort ja Wie

00:01:23: verändert man die Welt mit Frisbee spielen?

00:01:26: Ich würde sagen Ultimate Frisby ist der perfekte Sport für so eine Arbeit weil es ist der einzige Sport der ohne Schiedsrichter gespielt wird.

00:01:36: das heißt jeder Spieler jede Spielerin muss im Prinzip selber Schiedssrichter sein und wenn es irgendeinen Problem gibt ein Faul zum Beispiel, dann gibt es nicht von außen jemanden der sich darum kümmert den man auch die Verantwortung abgeben kann dafür sondern man muss selber regeln und die Spieler müssen miteinander kommunizieren gut miteinander kommuniziert und zu einer Lösung kommen.

00:01:59: Und so kann man im kleinen auf dem Sportplatz etwas üben oder simulieren, was man da auch aufs Leben übertragen kann.

00:02:07: Sag nochmal Frisbee ich kenne das ehrlich gesagt nur vom Strandbad oder so irgendwie Freibad mehr irgendwie und freizeitig ohne irgendwie Regeln.

00:02:15: oder wie funktioniert es?

00:02:17: Ist ein Mannschaftssport?

00:02:18: Genau.

00:02:18: also gibt verschiedene Sportarten die man mit dieser Frisbe-Scheibe machen kann.

00:02:22: Du hast eine dabei.

00:02:24: Sieht

00:02:24: so klassisch nach Frisbie aus.

00:02:26: Das

00:02:26: ist jetzt die Frisbescheibe die man wirklich für den Sport Ultimate Frisby verwendet.

00:02:31: Es gibt dann zum Beispiel auch Disc Golf, also das Golf spielen tatsächlich mit einer Frisbee-Scheibe.

00:02:36: Das sieht man in Deutschland ab und zu.

00:02:38: im Park stehen solche Kurbe, da spielt man also Disc Golf.

00:02:41: Aber dieser Sport, den spielt man tatsächlich im Team normalerweise sieben gegen sieben.

00:02:47: wenn der Platz kleiner ist wie bei uns im Irak, dann spielt man auch mal fünf gegen fünf Und es ist tatsächlich eine der schnellsten wachsenden Sportarten weltweit.

00:02:58: Also jedes Jahr kommen viele, viele tausend neue Spieler dazu.

00:03:01: Aber noch keine olympische Disziplin?

00:03:03: Ja das wir hoffen jedes Jahr neu.

00:03:05: dass es olympisch wird ist bei den World Games seit langer Zeit dabei.

00:03:08: das ist so eine alternative für die olympischen Spiele und sehr beliebt dort.

00:03:15: Aber noch nicht olympisch und

00:03:16: es geht schon.

00:03:17: nur ganz kurz erklärt.

00:03:18: Es geht schon so eine art ums tore schießen oder so das spiel in den ziel zu bringen.

00:03:22: jedes team versuch

00:03:22: genau.

00:03:23: es ist ein bisschen wie beim amerikan football man passt sich die frisbee schalbe zu.

00:03:28: wenn man sie hat darf man nicht laufen und das ziel ist dass ein Mannschaftskollege die frispie in einer endzone fängt.

00:03:35: und wenn du sie in der entzone fängst dann punktest du als team

00:03:39: Okay, ich hab ein Bild vor Augen.

00:03:41: Kann man's vorstellen?

00:03:42: Jetzt spielst du Frisbee im Nordirak!

00:03:46: Das ist eine Gegend die ... Ach ja, die kennen wir so aus vielen Nachrichtensendungen eigentlich.

00:03:52: Im Grunde seit Jahrzehnten weil da viel turbulentes ist.

00:03:56: der IS war dort.

00:03:57: Jetzt will ich dich erst mal fragen mit wem spielts du da Frisbeen?

00:04:00: Nicht nur mit paar Leuten, sondern du machst das als deine Arbeit.

00:04:06: Ja also der Nordirack Teil autonome Regionen, und zwar leben da hauptsächlich Kurden.

00:04:14: Und die Sprache dort ist tatsächlich dann eben auch kurdisch und nicht arabisch – die am meisten gesprochene Sprache.

00:04:21: Es gibt aber noch viele weitere Minderheiten dort, eben auch Christen, asyrische und kaldäische Christen.

00:04:27: Und jetzt besonders relevant für meine Arbeit auch Jesiden, die Jesiden sind in den Jahren in alle möglichen Richtungen geflohen, aber der Großteil ist tatsächlich nur gut hundert Kilometer in den Norden geflogen.

00:04:44: In den Nordirak-Innerskurrengebiet.

00:04:45: Also direkt vor dem Terror?

00:04:47: Vor Anschlägen?

00:04:48: Ganz genau!

00:04:49: Und

00:04:49: vor Übergriffen von Banden oder... Ja

00:04:53: es stand auf einmal wirklich am dritten August zwei Tausend vierzehn ganz frühen Morgenstunden wortwörtlich vor dem Dörfern der Jesiden.

00:05:04: Sie hatten nicht damit gerechnet und Es ist ein Genozid passiert und die, die konnten sind dann eben in die Berge geflohen.

00:05:13: Und von dort an weiter in den Norden.

00:05:15: Du wirst gleich nachher noch erzählen... Was sind eigentlich Jesiden?

00:05:20: Und wer steckt dahinter?

00:05:20: Und was haben sie so erlebt?

00:05:22: Aber lass uns kurz nochmal beim Frisbee-Spielen bleiben!

00:05:25: Du bist als Entwicklungshelfer da unterwegs, du lebst dort.

00:05:29: Und dieses Frisbeespielen ist nicht nur Spaß an der Freude sondern das ist ein richtiges Sozialprojekt, ein Friedensprojekt.

00:05:34: Genau.

00:05:35: Camps, Trainingslager mit hundert, zweihundert Jugendlichen.

00:05:41: Erzähl mal was machst du da?

00:05:43: Genau ich bin dort mit Co-Workers als deutscher Entwicklungshelfer wirklich angestellt und wir machen ein Projekt.

00:05:52: das heißt kann man sagen Sport for Development.

00:05:56: also es geht darum über den Sport Entwicklungshilfe zu leisten.

00:06:01: Das heißt meine Aufgabe ist eben nicht nur Frisbee zu spielen mit den Leuten, sondern ich bilde Trainer aus bzw.

00:06:09: fort und nutze dafür den Sport Ultimate Frisbeer.

00:06:15: aber ich organisiere auch Workshops solche Lehrgänge in denen wir dann über ganz grundlegende Sachen sprechen.

00:06:22: was muss man beachten wenn man so eine Mannschaft trainiert sicherheitsmäßig?

00:06:26: Was ist deine Verantwortung als Trainer?

00:06:29: wie kannst du Trainings gut strukturieren?

00:06:31: das einfach ein Bereich der im Irak fast nicht existent ist.

00:06:36: Es gibt fast keine Sportvereine, auch der Sportunterricht in der Schule sieht ganz basal aus und da gibt es viel Entwicklungspotenzial und da bin ich dankbar, dass sich das schon seit sechs Jahren so arbeiten darf.

00:06:50: Wie kommst du an die Jugendlichen?

00:06:52: Übrigens Jungen-und-Mädchen oder

00:06:53: wie?

00:06:54: Jung und Mädchen zusammen, ja, das ist auch sehr speziell aber der Sport Ultimate Frisbee zeichnet sich tatsächlich dadurch aus, beide Geschlechter zusammen spielen, weil es ein Sport ohne Körperkontakt ist.

00:07:07: Das heißt das funktioniert relativ

00:07:09: gut.

00:07:11: Und ist ja aber noch mal eine Challenge in bestimmten Kulturen zumal dass das aber

00:07:16: funktioniert?

00:07:17: Sie

00:07:17: haben Jade zu!

00:07:18: Es ist mit noch zusätzlich mit Herausforderung verbunden, das schon.

00:07:22: Aber der Nordirak jetzt was so das kulturelle religiöse angeht auch etwas liberaler.

00:07:29: also bei den Kurden ist er schon einfacher möglich Und auch die Jesiden sind dafür offener.

00:07:36: Es bedarf schon ab und zu Überredungskunst oder ich muss viel, die Eltern besuchen und mit ihnen reden klarstellen was wir machen.

00:07:45: aber dann haben die meisten eigentlich einen Ja dazu auch bei den Mädchen.

00:07:49: Wie kommen die Jugendlichen zu dir?

00:07:53: Wie kommst du an die Rand dass sie melden sich an bei dir wie einem Sportverein?

00:07:56: oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:07:58: ja also jedes Projekt ... jeden Tag an einem anderen Ort so ein Projekt.

00:08:04: Das ist teilweise in Flüchtlingscamps, ... ... teilweise auch in Dörfern, wo auch Flüchtlinge leben, ... … teilweise auch der Stadt Dohuk, in der ich selber lebe... ... das ist eine Großstadt, in die hauptsächlich Kurden leben und an all diesen Orten habe ich unterschiedliche Partnerschaften.

00:08:19: also es ist ganz unterschiedlich.

00:08:21: aber meistens hat mich irgendwie ne Organisation angefragt, die dort vor Ort ist und gesagt wir würden gerne auch so einen Sportprojekt starten.

00:08:30: Und es ist dann tatsächlich aber so, dass man nicht hofft, dass sich irgendjemand dafür anwältet.

00:08:35: So gerade in den Flüchtlingscamps.

00:08:37: das ist so, daß du eigentlich reinläufst und sagst wir wollen hier ein neues Sportprojekt starten und dann kannst du dich eigentlich nicht retten vor Kindern.

00:08:43: also da sind leben dann Tausende Kinder im Camp und die wollen alle spielen weil sie so gut wie keine Freizeitbeschäftigung haben.

00:08:51: Und du kriegst es dann auch organisiert, wenn da so viele auf dich einsteigen.

00:08:54: Das ist die erste Herausforderung.

00:08:55: das dann gut zu organisieren muss man natürlich auswählen.

00:08:58: man kann nicht einfach alle direkt spielen lassen.

00:09:00: aber jetzt habe ich über die letzten Jahre einen ganz guten Weg gefunden das zu organisierend.

00:09:05: Benny dass wir dann gespürt bekommen welche... Kinder und Jugendlichen da mit dir spielen, und du da begleitest.

00:09:12: Erzähl doch mal so eine Geschichte immer so ein Beispiel was die Jugendlichen erlebt haben welche Lebensgeschichten die mitbringen.

00:09:19: das schon gesagt man hier sind geflohen vor dem IS Und sind jetzt in so einem Flüchtlingscamp.

00:09:25: Das ist ja nicht so wie wenn unser eins irgendwie Mal zum Sport oder ins Gym oder in irgendein Club geht Sondern das ist ne ganz andere Situationen ganz anderer Hintergrund.

00:09:36: Also ich muss erstmal grundsätzlich sagen, wenn man den Kindern und Jugendlichen begegnet dann sind das Kinder-und-Jüngliche wie alle anderen auch.

00:09:42: Die haben die gleichen Probleme, die gucken jetzt auch WM jeden Abend... ...die haben Liebeskummer, wenn sie in das gewisse Alter kommen.

00:09:49: also erst mal das Leben ist gar nicht so anders als das Leben jedes anderen Kinder- und jünglichen aber natürlich Sie haben allen eine ganz spezielle Geschichte die jesidischen Kinder-unjugendlichen.

00:09:59: In der Anfangszeit vor sechs Jahren als ich angefangen habe da hab' ich natürlich mit denen Jugendlichen gearbeitet, die selber noch die Flucht erlebt haben.

00:10:08: Und die haben dann auch nach einer gewissen Zeit ... Ich fossier das nie aber nach einer Gewissenzeit kommt es dann auch ganz natürlich wenn man so viel Zeit miteinander verbringt auf den Sportplatz und darüber hinaus dass sie dann anfangen zu erzählen.

00:10:20: ich erinnere mich da ganz besonders an einen Moment.

00:10:23: Das ist jetzt eben schon drei vier Jahre her.

00:10:25: Da war ich einfach mal wandern mit einigen Jugendlichen und da sind wir so Den Berg hoch gestapft und für einmal sagt ein Junge zu dem anderen Das ist doch wie im Jahr den Berg geflogen sind vor dem IS.

00:10:39: In solchen Momenten, wo dann auch eine Sicherheit besteht und eine entspannte Situation, da kommen diese Erlebnisse hoch.

00:10:47: Dann haben wir angefangen darüber zu reden.

00:10:51: Jetzt hatte ich noch ein ganz anderes Erlebnis, was für mich bewegend war.

00:10:59: Da habe ich in einem neuen Flüchtlingscamp Neue Kinder registriert für ein neues Projekt.

00:11:06: Und dann müssen sie immer ihre Ausweise bringen und ich besuche die Eltern, schreibe dann ihre Daten auf.

00:11:11: Du führst

00:11:12: eine

00:11:12: Liste?

00:11:14: Ja!

00:11:15: Und dann kam dieser eine Junge und reichte mir seinen Ausweis und dann fange ich an zu schreiben... ...und dann halte ich auf einmal inne und sehe, dritte August... ...zwei Tausend Vierzehn bist du geboren.

00:11:27: Das ist doch der Tag, an dem der erst eure Region überfallen hat Und ein Vater stand neben ihm und hat sich dann direkt eingemischt.

00:11:34: Und meinte, ja, der ist nachts wahrscheinlich so um drei Uhr zur Welt gekommen.

00:11:41: Um fünf Uhr stand er erst vor unserem Dorf.

00:11:44: Dann ist die Mutter mit ihm, mit dem Neugeborenen im Arm ... Die Berge hoch gerannt.

00:11:50: Aber es war auch für mich jetzt so bewegend dieser Junge, der seit knapp zwölf Jahren in einem Camp aufgewachsen ist.

00:11:57: Der kennt nichts anderes als dieses Camp.

00:11:58: Jetzt darf ich mit ihm Frisbee spielen, darf ihnen diesen Sport beibringen und hoffentlich ganz viele gute Dinge.

00:12:05: Ist auch irgendwo eine schöne Geschichte für mich.

00:12:10: Ja es hat mit Hoffnung zu tun.

00:12:11: Das bringt auch ganz viel Hoffnung.

00:12:15: Und ich finde das stark.

00:12:15: wie du so beides erwähnst weißt du dieses.

00:12:18: ganz normale sind einfach Kinder sind einfach Jugendliche wie bei uns und überall auf der Welt sind einfach Menschen sind einfach menschen.

00:12:25: und dann aber auch diese ganz besonderen Erfahrungen auch die nicht zu verdrängen sondern denen ins Auge zu sehen.

00:12:32: und der IS-Terror, das kann man sich glaube ich nicht schlimm genug vorstellen.

00:12:38: Im Grunde sind es Horden von IS Gruppen die über Dörfer Landstriche herfallen Menschen umbringen zum teilvergewaltigen Frauen, Kinder, Häusern niederbrennen und dann ihre ihre Schreckensherrschaft eigentlich etablieren.

00:12:53: Und da bleibt nur die Flucht so.

00:12:55: das ist so.

00:12:55: ein Hintergrund

00:12:56: gerade für die jesidien Die eben von den muslimen Ja die besonders unter muslimischer folgung gelitten haben und weiterhin leiden.

00:13:05: ja

00:13:06: und dazu wie dass alles zusammenhängt und welche Geschichten du noch erlebt hast.

00:13:11: Und was du eigentlich bewirken kannst gleich mehr, aber vorher bin ich eine kleine Entweder-Oderfrage Runde.

00:13:17: die gehört so zu diesem Podcast dazu.

00:13:21: Du kennst das im Grunde kennens viele die uns zu hören und sehen.

00:13:24: zwei Alternativen und du entscheidest dich für eine oder legst eine dritte dazu und es ist nicht so ganz ernst gemeint.

00:13:31: mit einem muss sich starten.

00:13:32: das geht gar nicht anders.

00:13:33: Frisbee oder Fußball.

00:13:35: Irgendwie ist es klar, wie du antwortest.

00:13:37: Aber trotzdem ist Fußball ja eigentlich der Sport, der die Welt verbindet?

00:13:40: Ich habe selber mit Fußball angefangen und ich hab auch lange Zeit als Fußballtrainer gearbeitet aber ich muss wirklich sagen dass ich liebe diesen Frisbee-Sport mehr und mehr, aber gerade das drumherum stößt mich beim Fußball mehr ab – die Kommerzionisierung ... diskutieren mit dem Schiedsrichter.

00:14:02: Ich denke mir immer, wenn unsere Jugendlichen jeden Abend jetzt WM oder auch Champions League schauen, die sehen eigentlich nur schlechte Vorbilder und ich hab dann das Gefühl, ich muss da ganz viel... ...aufbauarbeit leisten und sagen, guck mal, dass ist nicht das Ziel wie ihr auf den Sportplatz euch verhalten sollt!

00:14:16: Es gibt keine FIFA, es gibt keinen VRR, es ist... Ja

00:14:19: genau!

00:14:20: Hat gewisse Freiheiten zu Hause oder unterwegs?

00:14:24: Unterwegs!

00:14:25: Wo bist du eigentlich

00:14:25: daheim?!

00:14:27: Du meinst, wenn ich nicht im Nordirak lebe?

00:14:29: Ja oder wo fühlst du dich zu Hause?

00:14:33: Ich bin in Österreich aufgewachsen, dann sind wir als Familie nach Deutschland umgezogen.

00:14:37: Dann habe ich auch in Chile und den Irland gelebt und auch noch in der Schweiz studiert.

00:14:44: also ein Ort kann ich dir nicht nennen es ist die deutschsprachige Welt würde ich sagen in der ich irgendwo Zuhause bin.

00:14:51: aber ich... Du Hook und er Nord Irak das sind jetzt am ersten Meine Heimat.

00:14:56: Du bist ja

00:14:56: seit Jahrzehnte schon dort.

00:15:00: Familie oder Freunde?

00:15:05: Familie

00:15:07: Mit wem lebst du zusammen?

00:15:10: Ich lebe alleine, also ich bin Single.

00:15:14: Aber es gibt tatsächlich, das meint man vielleicht auch nicht Es gibt schon einige so wie mich Ausländer die dort gerade in der Region leben weil's natürlich viel ... viele Flüchtlinge gibt und das hat auch ... Daran dachte

00:15:26: ich so, ob so AdWG oder so eine Community gibt.

00:15:29: Ja genau es wird auch weniger jetzt die Krisen der Welt verlagern sich.

00:15:34: Diese Krise ist jetzt schon zwölf Jahre her, d.h.

00:15:36: auch die internationalen NGOs, Organisationen wandern woanders hin... Auch die Anzahl an Ausländern wird geringer aber wir sind schon ne gute enge Gemeinschaft dort und ich habe viele enge Freunde dort in Druck.

00:15:50: also Ich bin nicht einsam Musst du zu sagen.

00:15:54: In welcher Sprache träumst du eigentlich?

00:15:57: Auf Deutsch!

00:15:58: Schon Deutsch, ja.

00:15:59: Okay.

00:15:59: Sprech kurdisch und mittlerweile ganz gut aber so... Ich

00:16:03: hab Videos von dir gesehen wo du kurdische sprichst und mit Englisch bist du auch vertraut und so von daher.

00:16:08: Aber Deutsch ist schon

00:16:10: was

00:16:10: man als Muttersprache halten kann.

00:16:12: Auf jeden Fall das wird immer bleiben.

00:16:14: Glaube oder Vernunft?

00:16:17: Sowohl als auch sind zwei Kategorien die sich für mich nicht ausschließen

00:16:22: Krieg oder Frieden?

00:16:23: Frieden

00:16:25: Wer würde sich auch anders entscheiden, wenn ich die Alternative stelle?

00:16:28: Benny es gibt zumindest im Westen vielleicht auch medial vor allem vermittelt so ein Bild vom Nahen Osten das ganz stark von Fanatismus geprägt ist.

00:16:38: Von religiösem Fanatismus, von Krieg!

00:16:41: Von einer Region, die wir als einen Pulverfass bezeichnen und Hat manchmal so das Gefühl, wir gucken da gar nicht genau hin.

00:16:48: Wer man nicht dort war kann man das regional zumindest im Detail gar nicht unterscheiden.

00:16:53: Es ist irgendwie alles schwierig ob jetzt Iran oder Irak und dann Israel, Jordanien und Libanon und Syrien Irgendwie immer irgendwie schwierig die Kurden und Türkei und Nordirak ist auch so ein Gebiet.

00:17:06: also das ist besetzt rein gefühlsmäßig schon.

00:17:10: Ist es ein Zerrbild?

00:17:11: Oder was davon is wirklich?

00:17:14: Ja, du hast es gut zusammengefasst.

00:17:15: Also tatsächlich wenn man mal anfängt sich näher damit zu beschäftigen dann wird das viel komplizierter und ist viel Diverser als dass man so im Westen oder in Deutschland normalerweise wahrnimmt.

00:17:28: Wenn du jetzt nach Extremismus fragst oder ja... Das ist natürlich auch eine Realität im Nahen Osten nicht nur im Nahe Orsten natürlich aber besonders auch im Nahem Osten.

00:17:38: Aber grundsätzlich würde ich sagen Die ganz große Mehrheit sehnt sich nach Frieden im Nahen Osten, genau wie auf dem Rest der Welt.

00:17:46: Es sind immer nur einige sehr wenige Leute.

00:17:49: Das ist schon mal... Ich find' immer wichtig dass wir uns das vor Augen führen und nicht so ein Bild haben.

00:17:55: Da sind ja ganze Länder, ganze Völker die alle völlig fanatisiert sind und so sondern es sind Menschen.

00:18:02: Und es gibt immer einzelne die spezielle Interessen haben auch aufzuwiegeln für entsprechende Stimmung zu sorgen.

00:18:08: Lass uns die Gruppen mal ein bisschen näher anschauen!

00:18:11: Wir haben schon, lass uns mit den Jesiden mal beginnen.

00:18:14: Ja.

00:18:14: Jesiden?

00:18:15: Kannst du kurz beschreiben was zeichnet sie eigentlich aus?

00:18:18: Eine eigene Volksgruppe

00:18:20: und auch eine

00:18:20: eigene Glaube?

00:18:21: Ja genau ganz genau.

00:18:22: das ist schon oft wichtig weil sie oft meinen Leute dass es eigentlich Muslime wären, dass es irgendwie ne muslimische Sekte oder Untergruppe wäre.

00:18:30: aber das ist es tatsächlich nicht.

00:18:31: Sie sind ja gar jetzt eigene Religionsgemeinschaften haben einen eigenen Glauben.

00:18:37: Es gibt ganz grob eine Million Jesiden weltweit, die meisten im Irak aber mittlerweile eben durch die Fluchtgeschichte auch viele hier in Deutschland.

00:18:48: In Kanada aus Australien viele und sie haben im Iraki Kernland auch ihr Heiligtum ganz bei mir in der Nähe lalisch.

00:19:01: was die Jesiden glauben das ist schon ne sehr schwierige Frage.

00:19:04: Sie haben nicht dieses eine Buch über das man ihren Glauben jetzt definieren könnte.

00:19:09: Ich würde sagen, sie definieren sich primär über das Tun also über Rituale, über bestimmte Dinge die Sie tun und nicht tun, also über Gebote.

00:19:20: aber es ist auf jeden Fall eine klar definierbare Gemeinschaft im Nordirak Und

00:19:26: die sich auch die eigene Identität hat, sich verbunden fühlt und das lebt.

00:19:31: in Details müssen wir gar nicht einsteigen.

00:19:34: Muslime sind nicht gleich Muslime, das sowieso.

00:19:37: Aber ein Grundunterschied ist zwischen Sunniten und Shi'ites.

00:19:41: Im Irak gibt es vor allem Shi'iten im Norden aber wiederum mehr Sunnitten.

00:19:47: Genau ja im Irak sind's ungefähr sechzig Prozent Shi'iden und vierzig Prozent Sunnieten.

00:19:52: Im Nord-Irak sind es aber eben Kurden und dies... Das sind dann gleichzeitig auch Muslime und zwar Sunnitische.

00:20:00: Kannst du die kurz charakterisieren?

00:20:02: Auch da, man kann ja viel googeln und so.

00:20:05: Müssen wir nicht in Details einsteigen aber Du erlebst sie ja!

00:20:08: Ja also Die Kurden ich würde mal sagen der kurde der Definiert sich Normalerweise.

00:20:17: man darf natürlich nicht immer über einen Kamm scheren Aber so das was mir auch im nordirak begegnet Der kurde definiert sich In erster linie als kurde Und Nicht Als muslim.

00:20:24: Also So eine nationale Identität eigentlich.

00:20:27: Genau, und das hat es ganz mit viel Stolz verbunden und natürlich auch immer ein gewisserweise der Wunsch nach Unabhängigkeit oder nach mehr Rechten zumindest in der Region.

00:20:39: die Kurden leiden ja darunter dass sie als größte Minderheit auf dieser Welt kein eigenes Land haben.

00:20:44: Sie suchen

00:20:45: eine Selbstbestimmung

00:20:46: und

00:20:47: da ist die Türkei schwierig auf der einen Seite und der Irak auf der anderen

00:20:50: Und der Iran und Syrien, in dem sie auch noch leben.

00:20:53: Ganz genau!

00:20:54: Aber immerhin im Irak gibt es diese Teilautonomie... ...und das ist schon eine große Errungenschaft.

00:21:00: Das darf man nicht aus den Augen verlieren.

00:21:02: So, dann gibt's noch Christen?

00:21:04: Das

00:21:04: is ne kleinere

00:21:05: Zahl?!

00:21:06: Die waren vor zwanzig Jahren noch ne riesige Gruppe im Irakk über eine Million aber leider werden die mit jedem Jahr weniger.

00:21:13: Es sind asyrische kaldäische Christen Und die können ihre Geschichte tatsächlich bis fast zum Jahr Null zurückverfolgen.

00:21:22: Also, die ersten Apostel sind eben nicht nur in die heutige Türkei oder in den Süden gegangen sondern auch in den Osten dass sie da schon die erste Apostel sehr schnell in dieser Region waren und auch dort die Kirche sich sehr schnell entwickelt und ausgebreitet hat.

00:21:37: Das zeigt ja auch das jenseits der großen Konfessionen es Christen gibt die ganz anders Ticken und sich selber verstehen.

00:21:43: Die gehen nicht auf in evangelisch, katholisch, orthodox... Und auch nicht irgendwie, was weiß ich, evangelikal liberal progressiv konservativ?

00:21:52: Was wir so an Kategorien haben?

00:21:54: Passt da alles gar nicht!

00:21:56: Besonders

00:21:56: die Asyrische Kirche war im Mittelalter zu einer gewissen Zeit die größte Kirche weltweit.

00:22:02: Die hat sich bis nach China ausgestreckt und wir haben im Westen sagen mal so, aus der westlichen Perspektive waren wir fast keine Ahnung von dieser heutzutage natürlich sehr kleinen Kirche.

00:22:12: Aber sie besteht weiterhin und sie war mal riesig.

00:22:14: Jetzt bist du da mittendrin?

00:22:17: Und arbeitest, lebst mit Menschen Jugendlichen vor allem aber auch sonst

00:22:21: mit

00:22:22: Nachbarn und den Familien mit denen Du zu tun hast die so unterschiedlich geprägt sind.

00:22:28: Wie groß sind die Konfliktlinien?

00:22:32: Ich würde sagen auf der einen Seite überraschend klein, aber dann auch wieder wenn man tiefer gräbt sind sie schon da.

00:22:42: Also jetzt mal auf die Kurden und Jesiden geschaut.

00:22:45: Die Einen sind eben Jesiden keine Muslime, die Kurde sind Muslime also zwei unterschiedliche Religionen Glaubensvorstellungen Und trotzdem sprechen Sie alle kurdisch und sehen sich als Brüder und Schwestern Und das würden sie zumindest nach außen hin auch immer so betonen.

00:23:05: Sie sagen, wir sind nicht unterschiedliche Gruppen.

00:23:08: Wir sind alle eins und alle Brüder und Schwestern.

00:23:13: Das würde ich sagen ist im Nahen Osten begegnet mir tatsächlich ganz häufig so dass die Leute fast zwanger versuchen So jemand wie mir gegenüber zu betonen nein diese Unterschiede Die werden größer gemacht als sie wirklich sind.

00:23:25: wir sind eigentlich verstehen uns alle und wollen eigentlich Gutes zusammenleben haben und

00:23:30: es isso.

00:23:31: Ja, es ist schon so.

00:23:33: Also das würde ich auch erst mal so stehen lassen.

00:23:35: aber auf der anderen Seite was ich zum Beispiel zum Jahr zwanzig als ich zum ersten Mal dann dort war und dorthin gezogen bin ganz überraschend fand wie stark die separierung ist.

00:23:45: also es gibt Dann Die jesidische jesideischen Dörfer die christlichen Dörfe und die kurdischen Dürfer Und Es Ist Ganz Klar Dass Da meistens hundert Prozent Christen oder hundert prozent Jesien leben und es kommt fast nicht zu einer Begegnung zwischen den Volksgruppen.

00:24:02: Und das war dann auch in der Anfangszeit für mich ganz besonders, als dann durch unsere Arbeit wie ein gewisserweise auch ein bisschen naiv ist gut wenn man manchmal ohne großes Vorwissen etwas naiv an solche Sachen rangeht haben wir die Leute zusammen gebracht und ich hatte dann so einen Moment da saß ich im Auto.

00:24:20: mit Kurden aus der Stadt sind wir in ein jesidisches Dorf gefahren für den Frisbee Spiel.

00:24:26: Und dann waren wir kurz vor dem Dorf und dann sagt er eine Kurde auf einmal zu mir, Benny das ist jetzt das erste Mal dass ich ein jessides Dorf betrete.

00:24:37: okay

00:24:37: und er wohnt Autominute zehn zehn Minuten von diesem Dorf entfernen.

00:24:43: also da siehst du doch auch wenn Sie die gleiche Sprache sprechen auch wenn sie Eigentlich, sie treffen sich und haben keinerlei Probleme miteinander.

00:24:50: Aber es ist trotzdem so eine historisch gewachsene natürliche Grenze da die nur selten überschritten wird.

00:25:00: Und damit ist es eben doch was ganz anderes wie wenn etwa in Deutschland in einer Fußballmannschaft Menschen mit verschiedener Religion, Hautfarbe und Hintergrund spielen weil unsere Gesellschaft unser Alltagsleben anders aussieht?

00:25:12: Ja Ja, das stimmt.

00:25:14: Das ist schon sehr besonders heutzutage in Deutschland wenn man es mit dem Nahen Osten vergleicht.

00:25:19: Wie merkst du wie kommen beim Zusammenleben?

00:25:22: Du kommst ja auch in Familien also bist mit den Jugendlichen so beim Sport zusammen ihr spielt Turniere und so.

00:25:28: Bist unterwegs in verschiedenen Dörfern.

00:25:31: was erlebst du in den Familien wenn du zu Hause bist mal bei Leuten und mit denen des Leben teilst.

00:25:40: Also was ich persönlich, was mir persönlich begegnet ist erstmal eine unglaubliche Gastfreundschaft.

00:25:45: Und das is wirklich ganz egal ob das ein Araber ist oder ein Kurde oder Jeside Christ wäre auch immer alle sind unglaublich gastfreundlich.

00:25:53: da können wir wirklich sage ich jetzt nach sechs Jahren in der Region... Da kann ich selber so viel lernen was Gastfreunenschaft angeht.

00:26:00: und wirklich herzliche Gast Freundschaft bedeutet eigentlich, dass man immer das Beste gibt was man hat.

00:26:07: Man gibt nicht nur etwas Wertvolles sondern ist eigentlich bereit das Gäste für den Gast zu geben.

00:26:13: Also das überwiegt für mich eigentlich ich bin überall willkommen Deutsche werden geliebt im Nahen Osten es tatsächlich so.

00:26:20: Was ich aber auch ganz bemerkenswert finde ist, dass es eigentlich dort noch eine sehr gute Familienstruktur gibt also die Die Notlage die ich ja auch aus meiner eigenen Arbeitserfahrung In Deutschland, in der Schweiz kenne die soziale Notlage viele Alleinerziehende.

00:26:39: Viele verwahrlose Kinder.

00:26:42: Das erlebe ich im Nordirak tatsächlich fast gar nicht!

00:26:46: Man könnte ja meinen das sind alles arme Leute geflüchtet leben in Zelten und Flüchtlingscamps.

00:26:52: aber man ist dann doch überrascht man tritt in so ein Zelt rein und teilweise haben die Leute noch zehn Kinder Großfamilien.

00:27:00: Aber es ist eine unglaublich... ... starker Familienzusammenhalt und nicht nur Familienzusammens, sondern Gemeinschaftszusammenhalt.

00:27:07: Also das funktioniert tatsächlich sehr gut.

00:27:09: Stabilisierende

00:27:10: Funktionen in der Gesellschaft?

00:27:11: Genau!

00:27:12: Und man hat fast keine Kinder-und Jugendlichen die so systemen... Man sagt ja heutzutage Systemspränger sind.

00:27:19: Das erlebe ich hier als Sozialarbeiter leider am laufenden Band erlebt und es beglebt mit mir dort im Nordirak fast gar nicht.

00:27:27: Das ist eine spannende Beobachtung, eine spannender Wahrnehmung.

00:27:31: Die Frage ist für mich trotzdem, du hast vorher erzählt jetzt, im Jahr den IS-Angriff.

00:27:35: Da kam das letzte große Drama in die Region was auch Biografien zerstört hat.

00:27:42: Welche Aussichten haben denn die Kinder und Jugendlichen mit denen du arbeitest?

00:27:47: Was sind ihre Perspektiven?

00:27:48: Du hast von dem zwölfjährigen Erzähl der nur im Flüchtlingscamp aufgewachsen ist.

00:27:52: Ja.

00:27:52: Was wird er machen?

00:27:53: Welche Schule wird er besuchen oder besucht er und welchen Beruf wird er mal antreten?

00:28:00: Ich hoff natürlich, dass wir ihnen durch unsere Sportarbeit und alles was damit verbunden ist in gewisser Weise Hoffnung geben können.

00:28:08: Und das machen wir auch dem bin ich ganz sicher.

00:28:11: aber realistisch muss man leider auch sagen die Aussichten sind weiterhin sehr schlecht gerade für so einen jesidischen Flüchtling der sein Leben lang im Camp gelebt hat.

00:28:21: es gibt einfach weiterhin sehr wenig Arbeitsmöglichkeiten sehr wenig aussichten.

00:28:28: Das gesamte Land geschaut das meiste Geld kommt weiterhin durch den Verkauf von Erdöl rein.

00:28:34: Also es gilt für den Nord Irak wie für den Süd Irak, das heißt der Irak hat weiterhin fast keine alternative produzierende Industrie und wir begegnen andauernd Leute die an der Universität... Also wirklich anspruchsvolle Dinge studiert haben, die sind Ingenieure und die fahren an Taxi oder sind im Laden Verkäufer.

00:28:55: Das ist leider immer noch Realität in Irak und es gilt umso mehr auch für die Jesiden.

00:29:01: Und deswegen ist es leider auch so dass häufig wenn ich dann mit den Kindern mich hinsetze und frage was sind denn eure Träume?

00:29:10: Dann kommt häufig die Antwort Ich will irgendwann mal in Deutschland leben oder in Amerika.

00:29:15: Also für viele ist es leider immer noch der einzige Ausweg und der beste Ausweg das Land zu verlassen.

00:29:23: Du bist mit Co-Workers im Nordirak, das ist eine Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und stößt ja mit dem was du jetzt beschreibst dann auch so an die Grenze dessen was man durch die eigene Arbeit tun kann weil das sind dann Dinge die im Grunde deine Möglichkeiten übersteigen.

00:29:40: und wie

00:29:41: bist du eigentlich dazu gekommen dich dafür zu entscheiden diesen Weg zu gehen?

00:29:46: Also ich bin schon immer an der sozialen Arbeit interessiert.

00:29:50: Ich habe immer gerne Sport gemacht, jetzt mal so vom fachlichen war das mein... Du hast

00:29:53: soziale Arbeit studiert?

00:29:54: Genau.

00:29:54: In Dresden.

00:29:55: Statt uns aus Österreich hast du gesagt?

00:29:56: Ja, bzw.

00:29:57: bin dort aufgewachsen zwölf Jahre her genau.

00:30:03: Aber jetzt der konkrete Weg in den Nahen Osten.

00:30:05: nach meinem Studienabschluss hab' ich mich auf meinen Fahrrad gesetzt und war einfach zwölft Monate also ein ganzes Jahr auf dem Fahrrad unterwegs.

00:30:14: Das hat mich dann unter anderem in den Nahen Osten geführt.

00:30:17: Muss man kurz sacken lassen, dass ich auf deinem Fahrrad gesetzt bin?

00:30:20: Nicht um zum Bäcker zu gehen oder in der Radtour zu machen ... Sondern bist du einfach nicht mehr umgekehrt!

00:30:25: Ja es war schon so geplant.

00:30:27: Aber genau... Ich wusste schon ...

00:30:31: Wie alt warst du da?

00:30:33: Sieben, zwanzig, achtundzwanzig.

00:30:35: Okay.

00:30:36: So der sieben und zwanziger Jährige, der aus dem Fenster steigt und nach Jerusalem fährt oder sowas.

00:30:41: Nee das war schon ganz lange mein Traum Einfach mal längere Zeit auf dem Fahrrad zu sehen.

00:30:46: Du hattest

00:30:46: ein Plan von Baseln nach Jerusalem?

00:30:49: Das

00:30:49: war das erste Ziel, ja!

00:30:50: Ich war bereit drei Jahre vorzusehen und habe alles verkauft.

00:30:54: Ich hatte Versicherungen abgeschlossen.

00:30:56: Krankversicherung für drei Jahre.

00:30:58: Aber ich hab gesagt jetzt würde ich erstmal in den Nahen Osten erst einmal nach Jerusalem fahren... ...und das habe ich dann auch gemacht.

00:31:04: Dann bin ich noch weiter nach Jordanien.

00:31:06: Ja genau alleine auf dem Fahrrad.

00:31:09: Und in Jordanien habe ich dann zwei Monate verbracht, habe ich sozusagen den Winter verbracht.

00:31:15: Da habe ich auch jemand von Coworkers getroffen und mit ihm zusammengearbeitet im Prinzip für zwei Monate.

00:31:22: Der hat damals mit syrischen Flüchtlingen in Jordanian Fußballprojekte gemacht.

00:31:29: Das war für mich ein entscheidender Schlüssel... Ich habe dann nicht sofort gewusst, ich gehe in Nordirak.

00:31:36: Aber es war so ein Prozess... ...ich bin nach Deutschland zurückgekommen auch nochmal mit einem Fahrrad dann sechs Monate unterwegs gewesen und hab mich bei Co-Workers vorgestellt und gesagt ihr könnt mich überall hinsenden!

00:31:48: Ich will gerne mit euch das machen.

00:31:50: Will mindestens drei Jahre ins Ausland gehen.

00:31:53: aber es hat sich dann noch so entwickelt dass ich tatsächlich im Nordirach gelangt bin.

00:31:57: sie hatten schon Kontakte dahin und ich habe während meiner Zeit im Nahen Osten auch Kontakte in den Nordirack geknüpft und so ist das dann entstanden.

00:32:05: Ja,

00:32:05: du bist schon ein Typ muss man schon sagen.

00:32:08: Findet man jetzt nicht so... Ist nicht so.

00:32:09: das übliche würde ich mal sagen.

00:32:11: aber für so eine Aufgabe natürlich wie gemacht mit so einem Mindset, so einer Bereitschaft.

00:32:17: So.

00:32:17: und jetzt nochmal die Frage wenn also was ist dein Ziel?

00:32:21: Was ist das Ziel von Co-Workers?

00:32:24: Was wollt ihr erreichen gerade angesichts dessen was auch nicht zu erreichen Die Grenzen gesehen haben dessen, was möglich ist auch für die Jugendlichen.

00:32:34: Was ist das Ziel?

00:32:35: Welche Perspektiven wollt ihr eröffnen?

00:32:38: Also grundsätzlich ist Coworkers erstmal ein christlicher Verein Das heißt wir gehen als Christen ins Ausland mit unserem Glauben Mit unserer Hoffnung, die durch dieser Glaube stiftet.

00:32:50: und dann der Name Coworker's verrät schon ganz viel.

00:32:53: Der grundsätzliche Ansatz von Coworkas ist dass sie in Kooperation gehen mit Partnern vor Ort, das sind oft christliche Gemeinden.

00:33:05: Oder Organisationen und diese Organisation oder Gemeinden die rufen eigentlich, die sagen wir würden gerne das aufbauen oder das weiterentwickeln und wir könnten jemandem gebrauchen der besonders in dieser oder in jener in den Bereich Kenntnisse hat könnte uns da nicht jemanden senden.

00:33:24: Und deswegen bin ich so gerne auch mit Co-Workers im Irak weil wir wirklich versuchen in Kooperation mit Partnern vor Ort, das umzusetzen was sie eigentlich wollen.

00:33:34: Gerade wenn ich auf den Nordirak schaue oder der Irak generell hat ja schon Jahrzehnte nicht nur des Krieges erlebt sondern auch internationale Hilfe die dann direkt folgt und oft krank diese Hilfe eben daran dass man von außen kommt und dann meint zu wissen was die Leute vor Ort brauchen.

00:33:49: Alles besser zu wesen.

00:33:50: Genau da kommt man mit seinen großen Programmen die auch woanders schon funktioniert hat und man kommt mit der Logik das muss doch auch bei euch funktionieren das ist genau das was ihr braucht.

00:33:59: Aber uns hat es ein anderer zu sagen, wir wollen das was der lokale Partner sich vorstellt mit ihm zusammen umsetzen.

00:34:07: Ja und so seid ihr in der Entwicklungsarbeit ja tätig.

00:34:11: also die innere Motivation ist so dass eine.

00:34:13: dann spielt der Christel Heglaube auch ne wichtige Rolle da habe ich viel Fantasie für.

00:34:18: und dann sind aber die Realitäten dieser Welt da wo man eben an Grenzen stößt.

00:34:22: aber mit denen lebt er eben weil es einfach mal co-working Zusammenarbeiten und ein Stück weit auch zusammenleben einfach.

00:34:32: Ja,

00:34:32: ein stück mit auszuhalten gehört schon eigentlich auch dazu

00:34:35: absolut absolut ja.

00:34:36: Und ich sage als christ Ich könnte diese arbeit nicht machen glaube ich wenn ich die mein glauben nicht hätte weil man trifft natürlich man triffe auf viel hoffnungsvolles hofflungsgebendes aber man triffte auch auf viel Hoffnungslosigkeit.

00:34:48: und wenn ich diese Hoffnung Die über das hier und jetzt hinaus reicht nicht hätte dann könnte ich die Arbeit denke ich nicht machen.

00:34:57: Hoffnungslosigkeit ist ein gutes Stichwort.

00:34:59: Wenn ihr zu diesem Podcast gehört, eine Rubrik die heißt hoffnungslose neben dir steht ein Glas.

00:35:04: ich bitte dich das mal herzuziehen.

00:35:07: Zieh mal einen los heraus und ließ vor was draufsteht.

00:35:11: da steht irgendein Spruch drauf.

00:35:12: Das kann aus der Bibel sein das kann aber auch ein Philosophen Zitat sein oder ein Glücksklicks Wort.

00:35:20: Und kommentiere es hat in aller Regel etwas mit Hoffnung zu tun.

00:35:24: Ist das ein langes?

00:35:25: auf jeden Fall?

00:35:26: Okay, du hast gute Augen.

00:35:28: Die lächerlichsten und kühnsten Hoffnungen sind manchmal die Ursache außerordentlicher Erfolge gewesen.

00:35:37: Das stammt von... Jetzt kommt ein langer französischer Name den ich wahrscheinlich nur falsch aussprechen kann.

00:35:42: Lüg de Clappier und Marcide Wovarna.

00:35:47: Guess!

00:35:48: Okay, lassen wir die Franzosen mal weg?

00:35:49: Ja,

00:35:50: also glücklicherweise über das.

00:35:52: Also die Die lächerlichsten

00:35:55: und kühnsten Hoffnungen sind manchmal die Ursache außenordentlicher Erfolge gewesen.

00:36:02: Ja, würde ich so sagen würde ich zustimmen.

00:36:06: also Ich meine das zeichnet ja in gewisser Weise Pioniere aus wobei ich mich jetzt gar nicht als den kühnen pionier darstellen will würde da eher auf andere blicken.

00:36:15: aber ich glaube die pioniere zeichnt aus dass sie Das im blick haben was andere was die mehr hat als verwegen Nicht realisierbar,

00:36:25: wo andere nur Probleme sehen geht doch nicht kann man gar nicht was soll.

00:36:29: das ganze ist eigentlich lächerlich da ein bisschen naiv und unbefangen so loszugehen und sagen okay es ist schwierig.

00:36:37: Und ich glaube wenn man auf dem weg diese kühnen dinge umzusetzen scheitert Wenn man's mit einer guten intention gemacht hat dann bleibt trotzdem ganz viel positives dabei übrig.

00:36:49: aber ohne kühne und verwegner Ziele kommt man wahrscheinlich nur selten weit.

00:36:54: Ja, und wer so ein Stück Kühnheit nicht hat ja steigt auch nicht aufs Fahrrad um nach Jerusalem zu fahren irgendwie oder?

00:36:59: Also was haben deine Mama gesagt dazu?

00:37:02: Ich würde so klassisch sagen Junge!

00:37:04: Was tust

00:37:04: du?

00:37:05: Nee, auch meine Eltern von das.

00:37:07: Gewissermaßen, wenn ich schon mein ganzes Leben nach dem ich meinen Abitur abgeschlossen hab irgendwo immer unterwegs also für die war es dann auch als ich gesagt habe Ich geh jetzt in den Nordirak.

00:37:15: Gab's kein

00:37:15: so Gehütreflex oder so?

00:37:18: Gibt es schon!

00:37:19: Ich will nicht ganz klein reden aber es hält sich in Maßen.

00:37:21: Also ich bin meinen Eltern sehr dankbar und meiner Familie dass sie mich so ziehen lassen Okay Und dann auch immer wieder froh sind wenn ich mal wieder zu Besuch komme wie jetzt.

00:37:30: Wenn ihr hast ein Fazit was Hoffnung für dich bedeutet Kannst du das, kannst du das in Worte fasten?

00:37:35: Auch angesichts der Begrenzungen und wenn du die Kids so vor Augen hast beim Frisbee spielen.

00:37:44: Ja ich kann es wirklich nur als Christ sagen.

00:37:46: also mein Glaube gibt mir die Hoffnung die nicht zu schanten wird.

00:37:51: Das bedeutet dass Ich wirklich an etwas fest halte Also an jener jemanden ich halt ja eigentlich einer Person Jesus Christus fest die zugesagt hat, wenn ihr in mich eure Hoffnung setzt.

00:38:04: Dann werdet ihr das nicht vergeblich tun und ich glaube da würde ich schon unterscheiden.

00:38:09: es gibt auch Illusionen.

00:38:10: also es gibt hoffnungen oder Dinge in die menschenhoffnung setzen die aber eigentlich kein grund geben hoffen um zu haben und die müssen sich später irgendwann dann mal als illusion herausstellen.

00:38:26: aber Ich hoffe auf jemandem der zugesaght hat dass diese Hoffnung nicht umsonst sein wird, dass dieser Hoffnung begründet ist.

00:38:35: Für die Jugendlichen und Kids mit denen du spielst bist du ja aber nicht der Pastor sondern du bist der Trainer, du bist Der Motivator Du bist der Frisbee-Typ.

00:38:45: Genau

00:38:47: Und da geht es jetzt eigentlich nicht um Glauben erstmal sondern vielleicht das was dich motiviert wo man vielleicht auch mal drüber reden kann wenn man eben so eine Ruhige Minute hat's?

00:38:56: Ja, ich glaube wenn du ein Mensch bist der eine begründete Hoffnung in sich trägt dann strahlt das aus.

00:39:01: In deinem ganzen Leben und das hoffe ich dass es auch bei mir der Fall ist.

00:39:04: Ich hoffe dass das jeden Tag sichtbar ist... ...in meiner Arbeit sich auf die Kinder- und Jugendlichen überträgt die oft wirklich ohne Hoffnung sind.

00:39:13: Und ja natürlich zeig' ich dann ab und zu gerne Himmel und sage Das ist die Hoffnung das worauf wir alle unsere Hoffnung setzen müssen.

00:39:25: Wir dürfen uns auf nichts irdisches verlassen, können uns auf Nichts irdisches

00:39:28: verlassen.".

00:39:29: Aber das wäre dann gleichzeitig auch das, was ich Ihnen als hier und jetzt mitgeben würde, setzt eure Hoffnung nicht darauf nach Deutschland zu kommen und hier das Glück auf Erden zu finden, weil es ist auch eine Illusion.

00:39:40: Da seid ihr dann letztendlich auch, steht ihr wieder ohne Hoffnung da?

00:39:46: Es gibt nur einen wirklichen Grund der Hoffnung!

00:39:49: Werden Menschen eigentlich misstrauisch wenn sie merken dass du Christ bist Und sie sind jesidischen Glaubens oder Sunniten?

00:39:56: Ganz im Gegenteil.

00:39:58: Also das ist wirklich auch ein Privileg, dass ich als Christ über Allem Irak ganz herzlich willkommen geheißen werde.

00:40:03: Die Jesiden haben es besonders erlebt, dass zwölf Jahre lang die Christen die Ersten und bis heute vielfach die Einzigen sind, die da sind und ihnen helfen.

00:40:13: Deswegen ist es gerade bei den Jesinen so, dass man als Christ unglaublich willkommen geheissen wird.

00:40:19: Ja, es gibt auch so was wie den Respekt eben zwischen den Religionen.

00:40:24: Es ist auch noch mal gut zu sehen dass die Religion nicht einfach das Problem sind sondern auch eine Basis haben um sich zu begegnen.

00:40:29: Absolut!

00:40:29: Das würde ich voll unterstreichen.

00:40:31: Wenn

00:40:31: ihr starke Arbeit hier du machst.

00:40:32: Danke für die Einblicke die du gibst.

00:40:34: Ich habe noch nie davon gehört.

00:40:35: Frisbee im Nordirak richtig tolles Ding und stark wie Du mit dem Fahrrad dahin gekommen bist.

00:40:43: Ich bin gespannt wo's Dich noch hintreibt wenn Du mal irgendwo an das Landest.

00:40:47: Du bist immer willkommen bei Hoftungsbench.

00:40:49: Danke, vielen Dank!

00:40:50: Zum Schluss

00:40:51: würde ich dir gerne noch ein paar Satzanfänge geben und dich bitten diese Sätze zu vollenden.

00:40:56: Erster Satz dem Nordirak wünsche ich für die Zukunft einfach mal so global dieses Gebiet in dem du lebst

00:41:06: In der nahen Zukunft auf jeden Fall Stabilität.

00:41:10: jetzt ist natürlich wieder der Iran-USA-Krieg ganz aktuell.

00:41:14: auch wir im Irak sind davon betroffen.

00:41:17: Wir hatten jetzt selbst über The Hook einige Drohnen.

00:41:20: Das hat die ganze Region wieder sehr destabilisiert, die sowieso schon ziemlich instabil ist.

00:41:24: und auch in der Zukunft wünsche ich der Region einfach das endlich etwas mehr Stabilität und Frieden einkehrt.

00:41:31: Und dieser ist ja wirklich nicht nur durch innere Konflikte bedingt sondern gerade im aktuellen Fall einfach auch äußeres Eingreifen und hoffe ich mir, dass da wirklich die internationale Staatengemeinschaft den Weg findet.

00:41:47: Die Region zu stabilisieren.

00:41:50: Also jetzt hängen noch mal was dran.

00:41:52: du bist ja auch unterwegs in anderen Ländern der Regionen.

00:41:55: Jordanin warst du schon zum Turnier spielen und hast ein bisschen einen Gespür für das international dramatische, was sich da auch

00:42:02: abspielt?

00:42:04: Umso mehr der Friedenswunsch!

00:42:06: Noch einsatz wenn ihr zum Vollenden... Und jetzt würde ich nur den Satz vollenden Wenn du der Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit etwas ins Ohr flüstern könntest, was würdest du ihr sagen?

00:42:23: Vielen Dank.

00:42:24: Für die Unterstützung und gute Arbeit!

00:42:26: Das ist doch auch mal ein schönes Schlusswort nicht eine Forderung nach mehr sondern da gibt es auch Anlässe zu.

00:42:32: aber erstmal das Dankeschön für das was ja auch nicht selbstverständlich Dir für alles, was du tust.

00:42:37: Gottes Segen!

00:42:38: Ich wünsch dir, dass du immer ein Stück Hoffnung hast, das dich trägt und dass du ausstrahlen kannst auf andere.

00:42:44: Danke, Stefan.

00:42:45: Ja auch Gottes Segen.

00:42:46: Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.

00:42:48: Und das wünsche ich euch auch, dass ihr immer ein Stück Himmel im Herzen habt, das euch trägt... ...und euch dabei hilft, ein bisschen zumindest die Welt zu verändern.

00:42:56: Tschüss macht's gut.