7 Jahre im Slum: Wie Markus in Indien hunderte Leben verändert hat
Shownotes
Mit Frau und Kind lebt Markus Freudiger sieben Jahre in den Slums der indischen Millionenstadt Kolkata. Dort begegnet er großer Armut und Menschen, die kaum Chancen auf ein besseres Leben haben. Doch aus einer kleinen Idee wächst ein Unternehmen, das Frauen und ihren Familien eine Perspektive gibt und dessen Produkte sogar in Hollywood landen.
Eine bewegende Geschichte über Gottvertrauen, Nächstenliebe und einen Mann, der für Menschen kämpft, die von der Gesellschaft übersehen werden.
Mehr gibt's im Buch „Wo Jesus barfuß geht" und auf barfuss-mit-jesus.org
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00:00:00: Das Schlimmste dafür für uns war, die Hoffnungslosigkeit zu sehen mit Menschen, wo einfach im Slamm sind und wissen, ich kann mich anstrengen.
00:00:08: Aber es wird sich nichts
00:00:10: ändern.".
00:00:17: Barfuß mit Jesus ist er unterwegs – das mitten unter Lebra-Kranken in Indien!
00:00:22: Markus Freudiger ist heute bei mir zu Gast.
00:00:24: Er hat sieben Jahre lang mit Frau und Kind in den Slams von Calcutta erlebt.
00:00:29: Und was er dort bis heute tut…und wie ihn das sogar bis nach Hollywood gebracht hat?
00:00:34: Darüber reden wir heute.
00:00:35: Und damit herzlich willkommen bei Hoffnungsmensch, dem Podcast mit Menschen die mit dem Himmel im Herzen die Welt verändern.
00:00:41: Markus schön dass du da bist, herzlich willkommen!
00:00:43: Vielen Dank, danke für die Einladung.
00:00:45: Ja
00:00:45: sehr gerne, sag mal wie hat sich die Welt in Indien verändert seit du da warst?
00:00:49: Ja da hat sich einiges getan, wir auf der ganzen Welt Jetzt in Calcutta, wo wir waren oder wie man heute sagt Kolkata.
00:00:57: Da sind Wolken kratzer aus dem Boden geschossen und das hat sich entwickelt.
00:01:01: Das ist
00:01:01: eine richtige Metropole.
00:01:02: Ein
00:01:03: richtig große Metropol.
00:01:04: Sechzehn Millionen zum Teil mehr.
00:01:07: die Schätzungen gehen da weit auseinander aber jedenfalls sehr groß.
00:01:12: viele Leute
00:01:12: Und wie viel hast du zu einer guten Entwicklung beigetragen?
00:01:16: Vielleicht einen ganz kleinen Tropfen auf den heißen Stein Aber in ein paar Menschen leben.
00:01:21: Für die war es eine Veränderung, hat neue Perspektiven gegeben.
00:01:26: Markus, ihr habt – ich habe das gerade schon gesagt – sieben Jahre lang in den Slums von damals Calcutta gelebt also am Rande der Stadt und am Runde des Slams.
00:01:36: Erzähl uns mal ein bisschen wie hat das ausgesehen?
00:01:38: Das war entlang einer Eisenbahnlinie da hattet ihr ein Haus und ganz viel quasi im Niemandsland Waren da überall Hütten mit Blechdächer und so?
00:01:48: Ja,
00:01:49: war nicht ganz Niemandsland.
00:01:50: Also vor vierzig Jahren, fünfzig Jahre als das Slamm entstand, war dass die Ring-Eisenbahn die Rings um Calcutta ging.
00:01:58: Mittlerweile ist das sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt also schon in der Mitte der Stadt.
00:02:04: Da ist diese große Eisenbahnlinie und auf diesem kleinen vielleicht zehn, fünfzehn Meter breiten Streifen.
00:02:12: Da waren dreißigtausend Menschen dicht aneinander gereist.
00:02:16: Das ist eine Kleinstadt bei uns in der Dreißig- tausenden Menschen
00:02:20: eigentlich?
00:02:20: Ja genau und die Häuser waren ganz einfache zum Teil mit Lehmboden, mit Backsteinen, mit Bambus, mit Zeitungen eingepackt, mit Wellblech oder Ziegel auf den Dächen also sehr rudimentär.
00:02:35: Und ihr habt dort gelebt.
00:02:37: euer Haus war ein... Bisschen besser, oder?
00:02:40: Wie war bei euch die Ausstattung?
00:02:41: Ja genau.
00:02:42: Hättet
00:02:42: ihr Lehnboden auch?
00:02:44: Nein wir hatten ein... Es war so unterer Mittelklasse, sehr zwei einfache Räume.
00:02:49: So einen Loch im Boden als Klo aber das war schon mehr aus vielen Städten begonnen.
00:02:54: Also ein Loch
00:02:54: in den Boden als klo heißt unterer Mittellklasse.
00:02:57: Das muss man nur mal kurz betonen.
00:02:58: Das wäre in Deutschland und in der Schweiz ein bisschen was anderes.
00:03:01: Genau!
00:03:01: Als Freunde aus der Schweiz uns besuchen kamen dann Das dachten sie, das sei Slam.
00:03:07: Aber nein, es war schon besser!
00:03:09: Weil im Slam da hat's Toiletten für ja hundert Leute vielleicht eine oder Sie gehen auf die anderen Seite der Bahngaleise und machen das alles im Offenen in den Büchern.
00:03:19: Dreißigtausend Menschen kannst dir vorstellen Und dann wenn der Monsoon kommt, dann regnet's Alles überschwemmt und du bist nicht tief im Wasser Kannst dir ja vorstellen was da alles im Wasser schwimmt und wie es riecht
00:03:34: dort gelebt.
00:03:36: Also nicht nur mal einen Besuch gemacht, nicht professionell, mal eingeflogen für ein paar Tage vielleicht ein paar Wochen oder womöglich vielleicht Monate?
00:03:45: Nein ihr habt dort gelebet und zwar du deine Frau und euer Kind damals noch ein
00:03:53: Baby!
00:03:53: Ja genau die ersten drei Jahre war ich und meine Frau da und dann wurde unser Sohn geboren.
00:04:00: Für die Geburt gingen wir zurück in die Schweiz und als er acht Wochen alt ging wieder zurück nach Kalkuta.
00:04:06: Markus, wer macht so was mit einem achtwochenalten Baby in eine Gegend zu ziehen wo man ein Loch im Boden als Toilette hat und die ganzen Bedingungen die du gerade geschildert hast?
00:04:17: Ja es war schon.
00:04:18: für unsere Leute auch in der Schweiz war es zu diesem Zeitpunkt sehr schwierig zu verstehen und nachzuvollziehen dass wir wieder zurückgehen.
00:04:25: aber zu dem Zeitpunkt hatten wir so gute Freunde in den Slums Und wir wussten wohin wir gehen.
00:04:31: Für uns war sein sicherer Ort Und wir hatten da, ja waren auch jung.
00:04:36: Hatten nicht zu bedenken abenteuerlustig und das war der nötige Mut.
00:04:41: und sicher.
00:04:41: auch wussten wir ganz genau dass ist der Ort wo Gott uns haben will.
00:04:45: Was habt ihr dort gemacht?
00:04:47: Wovon habt ihr gelebt?
00:04:48: wie hat euer Alltag ausgesehen?
00:04:50: Also wir waren mit einer Organisation dort und die Organisation die sagte so im ersten Jahr dürft ihr kein Projekt starten.
00:04:57: Und das war noch schwierig gerade für uns Schweizer, dass sie es tut.
00:05:00: die Not!
00:05:01: Das Elend!
00:05:01: Da möchtest du etwas machen?
00:05:03: Also
00:05:03: irgendwas sozial hilfemäßig.
00:05:05: Ja genau.
00:05:05: Irgendwas zu initiieren... Aber Sie
00:05:06: sagten einfach lebe mit den Leuten.
00:05:10: Fragen sich ob sie die Sprache lernen können.
00:05:12: Bengali wo geht man einkaufen wie kommt man vom A nach B?
00:05:17: und das war ein super Approach weil wer schon?
00:05:21: wer reich weiße Leute wer von denen Lebt unter ihnen, wer fragt sie um Rat?
00:05:28: Niemand.
00:05:29: Also eigentlich in ein paar Monaten hatten wir gute tiefe Freundschaften in dieser Slumgemeinschaft.
00:05:35: Hattet
00:05:35: ihr einen Job?
00:05:37: Ja ich hatte offiziell einen Job als sich verkaufte Software.
00:05:42: das gab mir eine Aufenthaltsbewilligung in Indien aber das reichte nicht zum Leben.
00:05:47: Wir lebten sehr einfach, wir brauchten nicht viel Geld und hatten noch Freunde an einer Kirche in der Schweiz die uns unterstützte.
00:05:55: Wir werden gleich darüber reden, was euch überhaupt auf die Idee gebracht hat dorthin zu gehen.
00:05:59: Du bist ja von Beruf eigentlich Schreiner hast dann noch eine theologische Ausbildung gemacht und auch so ne Art unternehmerische Qualifikationen Und was ihr denn alles erlebt hat und diese Geschichte mit Hollywood und einem sehr bekannten Film bzw einer ganzen Serie.
00:06:15: das wird noch sehr spannend werden.
00:06:16: dazu gleich.
00:06:17: vorher aber eine entweder oder frage runde Markus ich gebe dir zwei alternativen Und du entscheidest dich für eine, einfach mal so ein bisschen schnell hintereinander und ein bisschen was mit deinem Leben hat zu tun.
00:06:28: Erste Alternative?
00:06:29: Klar Schweiz oder Indien?
00:06:31: Schweiz.
00:06:32: Dann doch!
00:06:33: Ja ja doch es ist... Indien ist ein Ort den die Leute sagen entweder liebst du's oder hast du's.
00:06:41: aber das stimmt nicht für mich weil es hat Sachen in Indien die liebe ich überall auch die leute die farben das essen.
00:06:49: Es ist wunderbar.
00:06:50: Aber dann hat es auch Sachen in Indien, die kannst du nicht lieben.
00:06:53: Die Armut, die Slams – das ist nicht richtig, dass Menschen so leben müssen.
00:06:57: Darum gibt's beides und ich bevorzuge es schon heute noch in der Schweiz zu leben.
00:07:03: Dann
00:07:03: isst ihr nächste wahrscheinlich auch schon klar Schocki oder Reis?
00:07:07: Schockii!
00:07:09: Ich wusste jetzt Arbeit- oder Vergnügen?
00:07:13: Arbeit
00:07:14: Beten oder Arbeiten?
00:07:16: Arbeiten
00:07:17: Hirn oder Herz?
00:07:19: Herz
00:07:20: Herz oder Hand?
00:07:21: Hand.
00:07:24: Handwerk oder Mundwerk?
00:07:26: Handwerk!
00:07:27: Schon, weil du Schreiner bist und du bist nicht der Prediger in den Slams und dass da kein falsches Bild entsteht.
00:07:33: Ja nein ich bin nicht der prediger, nicht in den Slamms, nicht im Schweiz, ich mache ab und zu mal eine Predigt ja aber ich packe lieber an und mache praktisch, setze das um
00:07:47: Beruf oder Berufung?
00:07:49: Berufung Ganz klar.
00:07:51: Berufung ist schon auch euer Weg, mal jetzt gerade zu der Entscheidung Was hat dich dazu gebracht nach Indien zu gehen?
00:07:59: Ja das ist ein wirklich ein Herzenswunsch.
00:08:03: wenn ich sage Ich bin Christ, ich folge Jesus nach Das heißt für mich Nachfolge dann machst du oder versuchst du zu machen, was Jesus gemacht hat.
00:08:12: Und Jesus hat die Mitmenschen geliebt in den
00:08:14: nächsten Lieben.
00:08:15: Er war nicht in Indien aber er hat Menschen im Zentrum.
00:08:19: Er hat Menschen geliebt und für sie da.
00:08:22: Das Schreiner-Handwerk hat mich gefallen aber ich wollte immer noch etwas mehr mit Menschen machen.
00:08:27: Jesus war auch Zimmermann also auch mit Holz gearbeitet.
00:08:31: Aber sein Dienst war vor allem für Menschen.
00:08:33: Also sicher die christliche Nächstenliebe!
00:08:35: die mich angetrieben hat, für so etwas zu machen.
00:08:39: Und jetzt erzähl noch mal kurz der Reihe nach du bist in der Schweiz aufgewachsen das ist unüberhörbar bis Schweizer und hast dich dann nach der Armee, nach der Ausbildung entschieden ins Ausland zu gehen?
00:08:50: Genau!
00:08:51: So nach der Armée Rekrutenschule müssen alle Schweizer machen.
00:08:56: da geht man oft reisen und ich wollte auch reisen gehen.
00:08:59: aber ich dachte wenn ich schon Geld ausgebe möchte ich es für etwas Gutes ausgeben.
00:09:04: eben wieder.
00:09:04: Nächsten Liebelleben, etwas für Gott.
00:09:07: und ging dann nach Papua Neuginnea als Schreiner.
00:09:10: aber als ich ankam war da eine große Missionstation mit einem Krankenhaus.
00:09:15: Da waren Australier neuseeländische Ärzte Und die sagten thanks god the builder has arrived.
00:09:21: The Builder das war nicht der Schreinder Das war der Elektrik Markus
00:09:24: den Baumhäuser
00:09:25: Der Baumhässe der er alles machte.
00:09:28: So war es auch und war eine super spannende Zeit.
00:09:31: Und wie bist du von Neuginnnea nach Indien gekommen?
00:09:33: Ja, dann in Neugier näher habe ich aber auch Sachen gesehen.
00:09:36: Mission die mich nachdenklich machten also... Ich sah das da.
00:09:41: Leute-Missionare aus gewissen Ländern haben alles mitgenommen.
00:09:45: Also zwei Kühlschränke voll mit Sprite und Fanta und die wollten da irgendwo im Dschungel eine Bibelschule machen.
00:09:54: Und ich dachte ja, die Leute brauchen viel anders als seine Bibelschuhe!
00:09:58: Die brauchen kein Sprite oder Fanta, nicht erst mal die Bibelschole sondern
00:10:02: Ja, die brauchen
00:10:03: ein Bilder
00:10:04: zum Beispiel.
00:10:05: Zum Beispiel Bildung, ja!
00:10:06: Irgend Handwerk oder so etwas und das machte mir Mühe.
00:10:09: Und ich betete zu Gott sagt wenn das Mission ist wir bringen zwar gute Nachricht aber wir bringen auch so viel anderes Zeugs mit uns was sich nicht wirklich gut finden.
00:10:19: Wenn das mission ist mache ich das nicht.
00:10:21: Meine Frau, damals meine Freundin die hat mir für jeden Tag als wir getrennt waren diese zehn Monate.
00:10:26: Nein neun Monate war das!
00:10:28: So ein kleines Los geschrieben mit ich vermisse dich oder einen Bibelfest drauf.
00:10:34: und an diesem Abend habe ich gebetet zu Gott und ich öffnete dann dieses los und der Stand geht in alle Welt und verkündet jeder Kreatur die frohe Botschaft.
00:10:44: und ich sagte okay Gott Ich habe meine Fragen zeichnen aber das ist was du von mir willst.
00:10:49: ich bin bereit Dort hinzugehen, wo du mich willst.
00:10:53: Und dann bist du so nach Indien gekommen?
00:10:58: Kaltkutter... Du hast vorher diese Situation ein bisschen beschrieben.
00:11:03: Dahinter steckt ja auch ein Gesellschaftssystem eine Struktur Das Kastenwesen, beschreibt man ein bisschen wie das Leben dort aussieht.
00:11:12: und ihr habt da eine junge Frau kennengelernt, Joya Eine Nachbarin in den Slumps Und an Ihrem Leben kannst du ganz viel veranschaulichen, wie das Leben dort aussieht.
00:11:24: Wer war ein Schäuer?
00:11:25: In unserer theologischen Ausbildung hatten wir einen Dozenten und er hat uns gesagt bevor ihr an so einen Ort geht betet für einen Mann oder eine Frau des Friedens.
00:11:34: Das ist eine Person die wird zu Schlüsselpersonen und ich hilft euch Fuß zu fassen im Slam teilzuwerten von der Gemeinschaft Christ, vielleicht ein Pastor.
00:11:48: Ein Pfarrer der uns ein großes Herz hat für arme Menschen.
00:11:52: aber es war dieses siebzehnjährige Hindometchen was uns Gott vorbereitet hast und wir haben Sie getroffen und sie war einfach eine unglaubliche Persönlichkeit.
00:12:03: War im einfachsten Slam dreißig Meter neben uns einen Nachbarin.
00:12:09: ihr Vater hat sie nicht gekannt, die Mutter hat sie verlassen in Delhi.
00:12:14: Sie lebte mit ihrem jungen Bruder Breiter Grossmutter und das Leben war hart.
00:12:19: Sie waren von der untersten Kaste.
00:12:22: In Indien ist das Kastensystem offiziell abgeschafft aber es ist immer noch, dass durchdringt.
00:12:27: die Gesellschaft also dein Name zum Beispiel sagt schon zu welcher Kaste du gehörst welche Berufe du lernen kannst und eigentlich was für Möglichkeiten du im Leben hast.
00:12:39: Und eine Person wie diese Joya, das war hoffnungslos.
00:12:43: Die war zwar so etwas von intelligent was ich dir immer gelernt habe am Computer.
00:12:49: die hat das aufgeschnappt und konnte es.
00:12:51: Die hat dann später E-Mail geschickt Bestellungen also ganzen Welten gegengenommen dieses Mädchen aus den Slams.
00:12:59: Also trotz ihrer Intelligenz ist sie gefangen in dieser Box im Kastensystem wo sie nicht ausbrechen kann.
00:13:06: Also das Schlimmste da für uns war, die Hoffnungslosigkeit zu sehen mit Menschen, die einfach im Slam sind und wissen, ich kann mich anstrengen aber es wird sich nichts ändern.
00:13:17: Und dass dann seit Generationen also die Väter, die Großväter waren auch schon so... Auch die versuchten vielleicht aus dem Slams zu kommen Aber die waren so verstrickt und das war nicht möglich.
00:13:31: Es geht nicht in Hindu Kastensystem und das nimmt die dann schon, jede Motivation.
00:13:39: Und irgendwann gibst du auf und sagst Das ist einfach so, dass es mein Schicksal im nächsten Leben wird, sondern vielleicht besser.
00:13:46: Du bist festgelegt auf die Kaste, auf die Box in der du steckst und jetzt seid ihr dort erlebt.
00:13:52: mit habt ihr sieben jahrelang gemacht.
00:13:55: Was kann man denn verändern?
00:13:57: Ihr seid auch unmächtig gegen dieses System, das alles dominiert.
00:14:00: Wie konntet ihr Joya helfen?
00:14:03: Ja, wir nahmen uns Zeit für Teil der Gemeinschaft zu werden.
00:14:08: Zum Sehen auch Gott fragen was sind die Nöte?
00:14:11: Was können wir wirklich bewirken?
00:14:13: und wir haben schon gesehen es waren vor allem die Frauen, die haben Initiative gezeigt.
00:14:19: Die gingen in die Mittelklasshaushalte.
00:14:22: Die haben dort gekocht für die reicheren Leute geputzt alle Arbeiten gemacht für sehr, sehr wenig Geld.
00:14:30: Und das wenige Geld, dass sie verdient haben, das brauchten Sie und haben es in ihre Kinder investiert, was die zur Schule konnten.
00:14:39: So war für uns der Wunsch – wir möchten etwas machen für die Frauen -, dass sie einen Beruf lernen können.
00:14:45: Wir haben so ein Nähautelier gestartet, wo sie verschiedene Dress genäht haben.
00:14:51: Es war dann sogar mit der lokalen Universität, die konnten eine halbjährige so wie eine Anlehre machen.
00:14:58: Da kam ein Zertifikat über das sie das bestanden haben.
00:15:02: Also das ist jetzt die Phase wo ihr doch in einem Projekt übergegangen seid und etwas gemacht habt?
00:15:07: Ja hapt Magus kann man also sagen einen Unternehmen gegründet.
00:15:11: Weil wir merken Ausbildung reicht nicht.
00:15:14: Die wollen arbeiten, die wollen Geld verdienen.
00:15:16: Also realisierten wir müssen ein Unternehmen starten, ein KMU-Kleinunternehmen.
00:15:22: Ein Sozialunternehmen und das starteten wir und das besteht heute noch über zwanzig Jahre später geführt, geleitet von den Frauen in den
00:15:31: Slums.".
00:15:32: Und das finde ich so großartig dass jetzt Entwicklungshilfe, Sozialarbeit nicht nur etwas ist oder eigentlich gar nicht etwas ist was so von oben herab kommt und quasi Wir sind die aus Mitteleuropa kommen und euch mal helfen und zeigen wie es geht sondern im Gegenteil, ihr habt mitgelebt und zwar völlig authentisch und euer Leben geteilt sieben Jahre lang.
00:15:54: Und dann etwas aufgebaut was Sie dort...was Sie selber groß machen?
00:15:58: Im Grunde wart Ihr Starthelfer aber nicht mehr.
00:16:00: Genau!
00:16:01: Aber das hat seinen Preis.
00:16:03: also du musst ja dich investieren in die Menschen Du musst mit ihnen leben lernen zu verstehen um was geht's und zu sehen wie können wir helfen.
00:16:14: und an sich auch immer der Draht nach oben zu Gott und fragen, was willst du von uns?
00:16:19: Wie können wir helfen.
00:16:20: Was können wir
00:16:21: machen?".
00:16:22: Also auch ein großes Stück Demut gerade so als Schweizer, wo du denkst, wir haben alles Wissen, wir sind studiert.
00:16:29: Wir können das wissen oder die Probleme liegen.
00:16:31: Das könnte man umsetzen, dass das andere mal zu sagen nein, Grassroots wird beheben mit den Leuten
00:16:38: zusammen.".
00:16:38: Also
00:16:39: demut, das versteh ich voll und das finde ich auch etwas ganz Wertvolles.
00:16:44: aber ein bisschen stolz dürfte doch auch sein, oder?
00:16:46: Für das was entstanden ist.
00:16:48: Ja
00:16:48: sicher!
00:16:48: Wie groß ist der Umsatz des Unternehmens jetzt?
00:16:51: Der verliert zwischen fünfzig und hunderttausend Euros pro Jahr und die zahlen den Frauen fähre Löhne.
00:16:57: da sind immer nicht dazwischen fünfzigundhundert Frauen engagiert.
00:17:00: Und es
00:17:00: bedeutet was für Frauen die aus Slums kommen wenn man jetzt hundertausend Euro sind anders als in der Schweiz.
00:17:08: Ja genau, das ist ein großer Umsatz und sehr schön!
00:17:11: Und können faire Löhne zahlen, die machen so einen Profit, zehn, zwanzigtausend Euro pro Jahr und das investieren sie dann in andere Sozialprojekte
00:17:20: So...und jetzt stellt ihr dort Klamotten her?
00:17:25: Die Frauen dort nähen und ihr habt daran mitgewirkt.
00:17:29: Jetzt kriegen wir mal die Kurve von Calcutta nach Hollywood.
00:17:34: Wie ist denn das zustande gekommen?
00:17:36: Ja, das ist eine ganz spannende Geschichte.
00:17:38: Ich finde es eine großartige Geschichte.
00:17:39: Da war eine Frau, eine britische Fashion-Designerin, die reiste nach Kalkutta und die war fasziniert von all diesen Saris, diesen Farben...
00:17:48: Die Saris sind so deckend
00:17:49: sauber geworden!
00:17:50: Nein, die Saris da sind die Gewände fest.
00:17:52: Die Wanderer gewandern.
00:17:53: Das ist ein Stofftuch.
00:17:55: Großes Tuch.
00:17:55: Ja, fünf Meter lang und die Wick und das Teil nach einer gewissen Technik um sich herum sieht super schön aus.
00:18:02: Wenn die gebraucht sind, diese Saris nicht mehr schön zum Anziehen.
00:18:06: Dann nehmen die armen Leute etwa fünf Stück, legen sie aufeinander und nähen die zusammen und brauchen es dann als Decken.
00:18:14: Und diese Fashion Designerin, die fragte uns, könnt ihr das in eurem Nähsender nicht auch machen?
00:18:19: Aber einfach ein bisschen schöner, schöner vernäht, bessere Qualität!
00:18:25: Sie hat dann ausgesucht welche zwei Farben passen zusammen und die auf der Außenseite gemacht.
00:18:32: und diese Decken, die nahm sie dann mit zurück nach London.
00:18:37: Hat sie da verkauft?
00:18:38: Die war in Paris in New York so ein Fashion Fairs und hat diese Deckens verkauft.
00:18:43: Sie kannte auch die Leute, die Filmproduzenten von The Pirates of the Caribbean's...
00:18:48: So jetzt wird es spannend!
00:18:49: ...und Flucht
00:18:50: der Karibik zu Deutsch.
00:18:51: Genau,
00:18:52: mit Johnny Depp, Orlando Bloom, Nayran Adley genau.
00:18:57: Und die brauchten diesen Decken um die Piratenkostüme herzustellen.
00:19:03: Die Schauspielte liebten die Decken und von da an hat das wirklich Fuß gefasst, also wir konnten immer wie mehr produzieren und solche Decken liefern und wurden dann schlussendlich in der ganzen Welt verkauft.
00:19:18: In Flucht der Karibik, wenn man genau hinschaut, dann sieht man die Saris, die von euch produziert wurden.
00:19:23: Ja du musst also sehr genau hinchauen, dass wir das sehen.
00:19:26: Das sind dieses zerfetzten Kostüme, der Piraten schmutzig dreckig mit Fantasie.
00:19:32: Denkst Du, das war mal eine unserer schönen Decke?
00:19:36: Ja, ich neige dazu zu sagen für alle die uns zuhören oder zusehen.
00:19:39: Ladies and gentlemen we proudly present den Karl Lagerfeld von Flucht der Karibik hier Markus Weutiger.
00:19:45: also ein bisschen so ein bisschen schon oder?
00:19:47: Genau ja es war wirklich eine Führung.
00:19:51: das eine hat das andere ergeben und das Schöne war auch ein bisschen.
00:19:55: unser Ansatz weißt du wir haben nicht versucht alles Wissen immer für uns zu halten behalten.
00:20:01: also wir haben als auch den Frauen versucht zu lernen sagt lernen das anderen auch.
00:20:07: Und da sind sicher etwa fünf weitere Zentren entstanden in Calcutta und die haben auch solche Decken produziert, und die werden verkauft.
00:20:16: Das hat jetzt nichts mehr mit unserem Projekt zu tun aber wir haben das Wissen geteilt.
00:20:21: also ich denke dass sind über tausend Frauen die schlussendlich arbeiten können produzieren und ihren Lebensunterhalt aufbessern konnten.
00:20:30: Es ist großartig was aus der Bereitschaft von einer kleinen Familie wachsen kann, wenn man bereit ist sieben Jahre nicht in Tibet sondern in Indien zu sein und dann wächst so etwas Großes draus.
00:20:42: Das ist wirklich eine Hoffnungsgeschichte.
00:20:45: Markus du nennst das Buch geschrieben mit eurer Geschichte, d.h.
00:20:48: Barfuß mit Jesus.
00:20:50: Warum eigentlich?
00:20:51: Weil barfuß sei dir ja nicht unterwegs gewesen oder doch?
00:20:54: Nein schon nicht aber irgendwie.
00:20:56: es zeigt so ein Leben wie Jesus.
00:20:59: Jesus der steht Barfuße bei uns im Leben Mit seinen Füßen am Boden, da ist Bodenhaftung.
00:21:07: Das ist bodenständig.
00:21:08: Das hat Hände und Füße.
00:21:10: Er ist nahbar, man erlebt ihn.
00:21:13: Für mich ist das das pure Evangelium.
00:21:16: Das kann es vielleicht tausend Worte machen viele Predigten aber wenn's so handfest wird dann erlebe ich Jesus und so erleb' ich ihn.
00:21:26: Seine Hände seine Füse werden schmutzig.
00:21:28: Bist du eigentlich ein bisschen was gewesen?
00:21:31: wie die männliche Mutter Teresa.
00:21:34: Verstehst du dich ein bisschen so oder?
00:21:35: Nein,
00:21:36: überhaupt
00:21:37: nicht!
00:21:37: Der Herzensglaube
00:21:38: der da ist... Du redest von Gott, Jesus vom Berufung aber was du tust ist ganz handfest und ganz geerdet, ganz bodenständig.
00:21:49: Ja, die Mutter Teresa starb drei Wochen bevor wir nach Calcutta kamen.
00:21:54: Wir haben sie nie kennengelernt, aber wo wir in die Kirche gingen?
00:21:58: Der Pfarrer hat oft von ihr erzählt und schon eine eindrückliche Person.
00:22:03: Aber nein!
00:22:04: Also wir haben bei Weitem nicht so etwas gemacht wie Sie im Kleinen.
00:22:10: Ja da ist ja wieder die Demut.
00:22:13: Marco sag mal du arbeitest bei der Libra Mission.
00:22:16: das ist eine Arbeit die professionell medizinische Arbeit eigentlich macht in dreißig Ländern, glaube ich.
00:22:24: So die Größenordnung und dort mit Menschen arbeitet... Eigentlich unterstützt Menschen vor Ort also nicht die aussendet und im Grunde ist es mehr so ein bisschen eine Fundraising-Arbeit in Europa für die Arbeit in aller Welt.
00:22:38: Was tust du da heute?
00:22:40: Er lebt jetzt
00:22:41: wieder in der Schweiz.
00:22:41: Wir
00:22:42: leben in der Schweizer seit siebzehn Jahren als Geschäftsleiter, wir haben ein keines Team in der Schweiz.
00:22:50: In Deutschland gibt es auch die Lepro-Mission hier im Raum Stuttgart und da sammeln wir Gelder aber machen aufmerksam auf das Los der Leprokrankungen, die oft noch sehr stark diskriminiert und stigmatisiert werden in der
00:23:07: Welt.".
00:23:09: Das ist nochmal ein gutes Stichwort.
00:23:11: Stigmatisierung von Leprakranken in den Slums wo ihr gelebt habt?
00:23:17: Und du hast schon gesagt, unterste Kaste, Joya,
00:23:20: die
00:23:21: eure Nachbarin.
00:23:24: Da waren aber trotzdem keine Libra-Kranken.
00:23:27: Sondern die Situation der Librakranken ist nochmal eine ganz andere.
00:23:31: Ja also wir waren sieben Jahre so nahe mit den Leuten in den Slums kann man sagen die ärmsten der Armen wirklich sehr arme Menschen und wir haben in diesen sieben Jahren in den slums keinen Lepperkranken getroffen.
00:23:45: Dann kam ich zurück in die Schweiz, habe die LEPRA-Mission in der Schweiz kennengelernt und das nahm mich dann direkt wieder zurück nach Indien in ein Krankenhaus – das größte LEPRA-Krankenhaus der Welt weil sechzig Prozent von allen neuen Neuansteckungen ist in Indien.
00:24:02: Und da waren... So
00:24:03: weltweit sechzig Prozent?
00:24:05: Ja!
00:24:05: Und es sind heute noch alle zwei Minuten wo jemand die Diagnose bekommt.
00:24:10: Also bin ich in dieses große Spital gekommen, da war ein Riesensaal mit Männern.
00:24:14: Ein anderes Saal mit Frauen.
00:24:16: Da waren sicher etwa fünfzig Männer und die waren gezeichnet von der Krankheit also verstümmelt Behinderungen.
00:24:23: aber ich ging von Bett zu Bett und niemand von den Patienten hat gejammert wegen diesen Behinderung.
00:24:30: Aber die sagten mir hey Ich bin seit zwei Monaten da, ein anderer sagt ich bin SIT Sechs Monate hier im Krankenhaus meine Frau Mein Sohn, meine Tochter, niemand kommt mich besuchen.
00:24:43: Und das hatten wir mein Herz zerbrochen!
00:24:46: Die werden nicht wahrgenommen von der Gesellschaft die will man außerhalb unserer Wahrnehmung halten und das ist so etwas Schlimmes und für mich war es wie eine neue Berufung sagte hey jetzt bin ich zurück Nach den Slams im reichsten Land der Welt in der Schweiz, was kann ich machen?
00:25:04: Und das war für mich eine neue Berufung.
00:25:06: Ich kann auf die Libra-Kranken aufmerksam machen und Geld sammeln um diese Menschen zu
00:25:11: unterstützen.".
00:25:12: Da bist du auch immer wieder nach Indien zurückgekommen.
00:25:16: Das heißt, die Librarian Krankenleben nicht einmal bei den Ärmsten der Armen sozusagen, sondern extra Kolonien auch.
00:25:24: So muss man sich das vorstellen.
00:25:26: Du hast jetzt von einem Krankenhaus gesprochen... Aber es gibt auch Menschen, die nicht in Krankenhäusern sind.
00:25:30: Ja
00:25:30: oft hat sich dann – weil sie nicht mehr nach Hause konnten – hat sich neben den Krankenhäusern solche Kolonien gebildet.
00:25:38: Heute wollen wir das eigentlich nicht mehr, sondern wir machen Aufklärungskampagnen in den Dörfern wo die Betroffenen herkommen und in den Familien reden mit ihnen und zeigen ihnen Ich muss keine Angst haben, ihr könnt euch nicht anstecken.
00:25:53: Es gibt keine Ansteckungsgefahr?
00:25:55: Man kann sich gar nicht an stecken aber du müsst über die Jahre hinweg mit jemanden auf engstem Raum zusammenlegen.
00:26:02: also machen wir Aufklärung und können auch die Leute dort testen.
00:26:06: Und viele denken immer noch, es sei ein Fluch von Gott oder der reine Strafe für eine Sünde die du begangen hast und mit diesem Aberglauben zu brechen.
00:26:16: machen wir diese Aufklärung.
00:26:18: Wenn du das gemacht hast dann nehmen hoffentlich die Familien ihre Angehörigen wieder zurück und pflegen sie dort.
00:26:24: darum je länger desto mehr gibt's Gott sei Dank keine solche Kolonien mehr.
00:26:30: Welche Heilungschancen gibt es denn?
00:26:33: Wie sieht die Situation aus, wenn ein Mensch Lebra erkrankt ist und das schon sichtbar ist auch Folgen hinterlassen hat am Körper.
00:26:41: Welche Perspektiven gibt es?
00:26:42: Ja verschiedene Stadien.
00:26:43: Also es gibt seit den achtziger Jahren eine Kombination von drei Antibiotika.
00:26:48: mit dem ist Lebra vollständig heilbar.
00:26:51: also das Bakterium stirbt ab.
00:26:54: Das Entscheidende ist, dass Sie das im Frühstadium nehmen.
00:26:57: Also sie bekommen erste Flecken auf der Haut und diese Flecken sind gefühllosthaupt.
00:27:04: Und wenn Sie das Medikament zu diesem Zeitpunkt nehmen dann werden sie verschont von den Behinderungen weil es greift deinen Nerven an gerade in den Extremitäten Händen und Füßen und du verließt den Tastzin.
00:27:17: also du rechst in ein Feuer und merkst es nicht.
00:27:21: Du hast einen Stein im Schuh, läufst Merkst du es nicht?
00:27:24: Keine Schmerzen.
00:27:25: Und dieses Stein gräbt sich ein, das gibt natürlich eine Wunde die infiziert sich und dann führt das zu diesen Behinderungen.
00:27:34: Also komplett teilbar heute.
00:27:36: aber das Wichtige ist die Frühjerkennung und da machen wir viele Anstrengungen.
00:27:42: Und dafür arbeitet ihr ja
00:27:44: genau.
00:27:45: Markus in diesem Podcast eine Rubrik, die heißt Hoffnungslose.
00:27:50: Hier steht ein Glas neben dir, ich bitte dich das mal herzuziehen und ein Los heraus zu ziehen.
00:27:56: Darauf steht irgendein Spruch.
00:27:59: Der kann ganz unterschiedlichster Art sein.
00:28:01: Ich bitte dich einfach einmal vorzulesen und es dann zu kommentieren.
00:28:06: Es hat immer irgendetwas mit Hoffnung zu tun.
00:28:21: Ja, würde ich so unterschreiben.
00:28:24: Ich glaube das ist eine von meinen Motivationen.
00:28:27: auch wenn du keine Hoffnung hast dann hätten wir das alles nicht gemacht was wir gemacht haben im Kalkuta in den Slams Auch jetzt nicht für die Lepra-Kranken Da wirst du nicht reich da wirst Du nicht bekannt, da bekommst du keinen Raum.
00:28:41: Aber es ist die Hoffnung auf dass was kommt und wenn du die teilen kannst andere Menschen Perspektiven bekommen.
00:28:48: ja dafür lebe ich.
00:28:51: Es kann immer noch was Gutes kommen, du hast schon erzählt wie viel Gutes auch gekommen ist und daraus geworden ist aus eurer Arbeit.
00:28:58: Was ist denn mit Scheuer geworden?
00:29:00: Habt ihr kennengelernt ein siebzehnjähriges Mädchen?
00:29:02: genau ja
00:29:03: die Nachbarin und Sie hat in dem Unternehmen dann gearbeitet.
00:29:07: Genau
00:29:07: sie wurde die Leiterin von Connections das Projekt dass wir starteten.
00:29:11: Wir gaben eben den Namen Connection so mit einem großen X in der Mitte Zeigst Du die Verbindung auch zum göttlichen und zum irdischen diese Verbindungen.
00:29:21: Und Joja war wirklich, die war hochintelligent.
00:29:24: Die hat alles gelernt und wurde Geschäftsleiterin von diesem ganzen Geschäft.
00:29:31: So hat das Aufträge aus der ganzen Welt entgegengenommen, Offerten geschrieben – ich rede in der Vergangenheit.
00:29:38: leider ist auch tragisches Geschehen.
00:29:42: Nicht einfach in ihrem Leben.
00:29:44: Sie war mit einem Mann verheiratet, er hat sie sehr schlecht behandelt, missbraucht zum Teil.
00:29:51: Einfach Sachen die in dieser Gesellschaftsschicht da in den Slams sehr verbreitet sind und hat sich sehr gelitten.
00:29:59: und trotzdem war sie ein Hoffnungsschimmer.
00:30:02: Sie hat auch allen anderen Frauen so viel Hoffnung gemacht und dann leider wurde sie krank Und sie ging zu den Ärzten und oft sind das Ärzte, die wussten sehr wahrscheinlich an was.
00:30:15: Sie leidet aber sie wussten dass sich die Behandlung gar nicht leisten kann.
00:30:19: Obwohl sie
00:30:20: inzwischen eine Firma geleitet
00:30:22: hat?
00:30:22: Ja!
00:30:22: Und trotzdem ... Die Kaste.
00:30:25: du bist in derselben Kaste dein Name.
00:30:27: Da ist sie wieder, die Kaste.
00:30:28: Sagt wo du hingehörst und sie hat Medikamente bekommen Aber eigentlich nie die richtige Diagnose.
00:30:36: und schlussendlich war die Diagnose Krebs, Darnkrebs.
00:30:40: Und da sie einen langen Kampf ... Wir haben versucht hier zu helfen, dass sie noch eine Operation machen konnte, Medikamente.
00:30:47: Aber sich das dann ja nach langem kurzen Kampf gestorben war ein paar Jahren im Alter von auchunddreißig und das war sehr tragisch!
00:30:58: Für uns.
00:30:58: die Joya waren so ... Ja ich kann es gesagt sein... Die Wine erpoint man in einer göttliche Begegnung mit ihr Und wir haben unser Buch ihr gewidmet, weil wir sie so gut in Erinnerung haben.
00:31:13: In ihrer Geschichte sieht man auch wie ganz schicksalhafte schwerwiegende Voraussetzungen zu einer großartigen Aufstiegs- hoffnungsgeschichte werden können und sich dann doch wieder andere Töne in ein Leben schleichen und tragisches Schwere es nicht ausbleibt.
00:31:31: Wenn du das siehst... Ja, etwas aufblüht und dann wieder vergeht wie doch Trauer wieder da ist.
00:31:38: Und auch Verzweiflung in einem Leben trotz allem da ist.
00:31:41: Wie gehst du damit um?
00:31:43: Ja also du findest sicher nicht alle Antworten auf so große Fragen.
00:31:51: Ich habe aber auch gelernt ich muss nicht zu allen Antworten haben Als ich zurück in die Schweiz kam.
00:31:58: ich hatte so viele Fragen zu dieser Ungerechtigkeit in dieser Welt Da solches Elend in Calcutta, in der Schweiz so einen großen Überfluss, dass man denkt, man braucht Gott gar nicht.
00:32:11: Und wie das einzuorten?
00:32:13: All das was mit Joya geschehen ist da nicht zu verbitten!
00:32:18: Das ist eine Kunst.
00:32:19: und schlussendlich kann ich es Gott abgeben und eines Tageswerte ich antworten haben.
00:32:26: aber ich sehe auch machen konnten, was wir gesehen haben, was daraus wurde.
00:32:33: Ich sehe das auch, was Joya in ihrem Leben gesehen hat.
00:32:37: Das sind die anderen Frauen, die aber erzählt wie Joya, was sie für sie getan hat und einen Einfluss hatte.
00:32:46: Dann nimmst du Freude davon!
00:32:48: Und das ist auch eine Antwort, weißt Du?
00:32:50: Es ist nachfolge, Jesus-Nachfolgen dieser christlichen Nächstenliebe Praktisch zu sehen, das hilft mir.
00:32:59: Und zu sehen wie dein Hoffnung doch kreisezieht und weitergeht?
00:33:04: Ja Markus du bist ein hoffnungsmensch.
00:33:05: danke dass du da bist.
00:33:07: ich habe zum schluss unseres gesprächs noch ein paar satz anfänge die ich dich bitten will zu vollenden.
00:33:15: Ich will zuerst mal so anfangen wenn ich joya jemals wiedersehen sollte vielleicht im himmel dann will ich ihr sagen
00:33:24: ich liebe dich.
00:33:28: Wenn ich als Großvater einmal im Lehnstuhl sitze, dann will ich sagen können.
00:33:35: Das war ein schönes erfülltes Leben!
00:33:39: Und?
00:33:40: Ich bleibe hoffnungsvoll weil...
00:33:43: Weil ich in Jesus Christus glaube und der meine Hoffnung ist.
00:33:48: Markus und das tust du sehr glaubhaft authentisch und ich finde mit einer großartigen Lebensgeschichte.
00:33:53: danke dass Du sie mit uns geteilt hast zumindest eine Auszüge davon.
00:33:56: mehr kann man lesen in eurem
00:33:58: buch.
00:33:58: genau
00:33:59: ich wünsche dir alles Gute Gottesegen und immer ein Stück Himmel im Herzen.
00:34:05: Vielen herzlichen Dank, Steffen!
00:34:06: Und genau das wünsche ich euch auch dass ihr so ein Stück himmel im herzen habt es euch trägt eine hoffnung die mit euch geht und damit viel freude beim welt verändern.